STECKBRIEF

Jungfrau Andrea vom Beningsfelde (André Beathalter):

Ne echte Räfeder Jungfrau ställt sich vüür:



Als der einzigechte Räfeder im diesjährigen Dreigestirn wurde ich am 02.01.1968 zwar in Bensberg im noch nicht betagten VPH geboren (Räfed hat vill, äver keen Krankehuus), aber hab mich sogleich als kleiner Junge schon im Beningsfeld rumgetrieben, als es dort nur fünf Häuser und viele Weiden gab, Gut Beningsfeld noch Rinder, Schweine und Hühner beherbergte – und die alte Frau Borsbach Freitags am Markt Eier feilbot. Einen Bürgersteig und das Klärwerk gab es auch noch nicht. Dafür haben wir auf den rollenden Kiosk von Tuffi gewartet, um uns für ein paar Penninge Süssigkeiten zu holen. Räfed war noch ein richtiges Dorf.

 

Mit meiner Mutter hat es mich dann mit 7 nach Lohmar und Siegburg verschlagen. Und ich muss einräumen, das war für meine karnevalistische Ader nicht förderlich. Dort heißt es zwar auch Alaaf, aber da gibt es kein Dreigestirn und neben dem roten Prinz gibt es eine Prinzessin in blau (Ich meine die Farbe vom Ornat und nicht den Alkoholzustand). Tatsächlich bin ich oft zu Weiberfastnacht abgereist und war erst Aschermittwoch wieder da. In Räfed war ich aber zum Wochenende beim Vater und habe Beningsfeld und Räfed zum bevölkerungsreichten Stadtteil Bergisch Gladbachs wachsen sehen. Was aber viel wichtiger war, ich hab auch das Nachbarsmädel heranwachsen sehen, das aus Köln Merheim zugezogen war und jetzt meine Frau ist.

 

Mit 25 bin ich dann wieder ganz nach Räfed gezogen und hab dort mit der Clique vom Kindergarten meiner zwei Kinder, aus dem der „RVKC“ geworden ist, die Wandlung vom karnevalistischen Saulus zum Paulus durchlebt.

 

Heute kriegt mich keiner zur Karnevalszeit mehr hier weg und ich freu mich als Jungfrau dieses Jahr den Karneval mit Euch allen erleben zu dürfen und bin mir sicher,

 

dat mer all en richtich superjeile Zick zesamme han weede un de jraue Daare verfleeje

 

Üch Andrea vom Beningsfelde

(oder von der Peningsfelder Motte – wer weiß das schon so genau)